Herausragende Ereignisse aus der Chronik unserer Jugendfeuerwehr:

Systematisch begann man 1967 mit der Jugendarbeit. Die Jugendfeuerwehr Uthweiler wurde nicht schon damals gegründet, weil das Eintrittsalter noch bei 14 Jahren lag. Es wurde eine erste Gruppe mit acht- bis zehnjährigen Jungen aufgebaut, die sich aus folgenden Personen zusammen setzte: Norbert Bäßgen, Karl-Heinz Behr, Michael Dahm, Georg Großmann, Heiner Hübbers, Dieter Köchner, Hans-Willi Laufenberg, Helmut Oguntke, Rainer Otto, Paul Wicharz, Ulrich Gust und Erwin Lohmar. Für diese Gruppe wurden die ersten Uniformen noch durch Eigeninitiative hergestellt, indem einige Mütter zu Schere und Nadel griffen, und Hemden sowie Schiffchen selber schneiderten. Die Mitglieder dieser Gruppe waren in den folgenden Jahren im Tambourcorps tätig und traten bei den Schauübungen des Feuerwehrfestes auf.

Damals hatte man das Ziel der Jugend eine Aufgabe zu geben, den Gemeinschaftssinn und die Gruppenarbeit zu fördern, sowie sie in die Feuerwehr zu integrieren. Zu dieser Zeit waren die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung durch andere Vereine noch nicht so reichhaltig wie heute.

Im Frühjahr des Jahres 1968 wurden erstmals Überlegungen zur offiziellen Gründung einer Jugendgruppe gemacht, um etwas gegen das Nachwuchsproblem in der aktiven Wehr zu tun. Schon damals war es eher die Ausnahme, dass sich Erwachsene dafür entschieden in der Feuerwehr tätig zu werden. Am 1. Oktober diesen Jahres war es dann soweit. Mit einer Gruppe von neun Jungfeuerwehrmännern nahm die Jugendfeuerwehr Uthweiler die Arbeit auf. Die ersten offiziellen Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren: Helmut Knopp, Hans-Robert Hüls, Bruno Bergmann, Norbert Boest und Walter Großmann, außerdem noch Peter Krämer, Walter Jonas und Josef Krämer, die noch heute aktive Mitglieder der Löschgruppe Uthweiler sind.

Maßgeblichen Anteil an der Gründung hatte der damalige Löschgruppenführer Felix Bäßgen und sein Stellvertreter Michael Dahm, sowie der erste Jugendwart Felix-Peter Bäßgen.

Gleich bei der ersten Teilnahme an einem Leistungswettbewerb im Jahr 1969 belegte die Gruppe in Troisdorf den 1. Platz. Da der Gruppenführer Walter Jonas den Einsatzbefehl so schnell vortragen konnte, setzte man sich um die entscheidenden Sekunden von den anderen Gruppen ab.

Anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Löschgruppe Uthweiler fand an der alten Schule in Oberpleis eine Schauübung mit den 10 bis 12jährigen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr statt.

Vom 06.-16.07.1970 fand ein Jugendaustausch mit einer israelischen Jugendfeuerwehr im Jugendhof Rheinland statt. Im Vorfeld des Austauschs traf sich die Jugendfeuerwehr wöchentlich um gemeinsam einige Lieder einzustudieren.

Felix-Peter Bäßgen wurde im selben Jahr nach der kommunalen Neuordnung erster Stadtjugendwart in Königswinter.

1971 kam es zum Gegenbesuch in Israel. Mit Pater Columban hatte die Jugendgruppe einen sachkundigen Begleiter. Insgesamt nahmen 19 Jugendfeuerwehrleute am Gegenbesuch teil. Auch Leute aus Ittenbach, Siegburg und Bornheim waren mit von der Partie. Während des einwöchigen Aufenthalts wohnte man in einer Landwirtschaftsschule. Zum Programm gehörte die Besichtigung historischer Stätten, wie zum Beispiel eine Kreuzritterburg oder die Städte Nazareth und Jerusalem. 

1972 besuchte die Jugendfeuerwehr die Feuerschutzausstellung "Roter Hahn" in Frankfurt.

Im gleichen Jahr nahm die Jugendfeuerwehr erstmals an einer Leistungsspange teil. Insgesamt absolvierten die Gruppen bis zu diesem Jahr 10 Leistungsspangen mit Erfolg.

Von 1969 bis 1992 beteiligte sich die Jugendfeuerwehr 21 Mal an Leistungsnachweisen mit Erfolg. Dabei wurden von den Gruppen zwei bronzene, zwei silberne und zwei goldene Leistungsschilder erworben.

1973 nahmen sie an einem Zeltlager in Königswinter anlässlich des Kreisverbandstages teil. Nach einem Frühstück am Milchhäuschen bestaunten die Jungfeuerwehrmänner die Fahrkünste des sowjetischen Präsidenten Breschnew bei einer Testfahrt am Petersberg, dem bei einem Staatsbesuch eine Luxuslimousine als Geschenk überreicht worden war.

1974 nahmen erstmals gleich zwei Gruppen der Jugendfeuerwehr Uthweiler an einer Leistungsspange teil.

Im Sommer startete die Gruppe zu einer zweitägigen Ausflugsfahrt nach Kiederich am Rhein. Die Jugendlichen waren dort Gast der JF Kiederich und wohnten in dieser Zeit in den Familien der Jugendfeuerwehrleute.

1975 zog das Feuerwehrfest von Oberpleis nach Jüngsfeld um. Die Jugendfeuerwehr übernahm mit verschiedenen Spielen, wie z.B. Büchsen- und Pfeilewerfen, die Kinderbelustigung.

Im Mai 1977 konnte der Jugendgruppe durch Zuschüsse des Rhein-Sieg Kreises und vor allem der Aktiven ein Zelt überreicht werden, dass in den folgenden Jahren mit nur wenigen Ausnahmen jährlich genutzt wurde.

Bei einem Schwimmwettbewerb in Roßbach belegte die Jugendfeuerwehr den 1. Platz.

1985 besuchte die Jugendgruppe den Colonius und den Kölner Dom, sowie eine Feuerwache in Köln mit allen Fahrzeugtypen, Leitstelle und Räumlichkeiten.

Felix-Peter Bäßgen, der erste Jugendwart der Löschgruppe, übernahm das Amt des Löschgruppenführes.

Norbert Gierlach wurde 1986 Kreisjugendfeuerwehrwart und war bis 1994 in dieser Funktion tätig.

1990 bot sich die einmalige Gelegenheit, durch die Beziehungen des Löschgruppenführers Walter Jonas zur Berufsfeuerwehr Köln, zwei Feuerlöschboote zu besichtigen. Dabei konnten die Jugendfeuerwehrleute jeden Winkel der Boote genau inspizieren und einzelne Geräte wie eine Löschkanone oder ein Echolot selber einmal ausprobieren. Natürlich gehörte auch eine Fahrt auf dem Rhein mit zum Programm.

Wie schon im Jahr 1969 konnte 1991 noch einmal eine Gruppe der Jugendfeuerwehr Uthweiler den 1.Platz bei einer Leistungsspange belegen.

Zum ersten Mal fuhr 1992 die Jugendgruppe zu einem Zeltlager nach Wolfertschwenden; seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit der dortigen Löschgruppe. Im Allgäu verbrachte die Gruppe auch durch die Unterstützung der dortigen Feuerwehrkameraden einige tolle Tage.

Die Jugendfeuerwehr feierte am 20.08.1993 ihr 25jähriges Bestehen mit einem Festkommers im Sitzungssaal des Rathauses in Oberpleis, wo Ihr ein Wimpel mit dem Florian-Emblem der Feuerwehr Uthweiler überreicht wurde. Die Festveranstaltungen wurden mit der Ausrichtung des Stadtjugendfeuerwehrtag und eines Zeltlagers in Wahlfeld fortgesetzt.

1995 konnte der Jugendgruppe ein Zelt überreicht werden, dass das 18 Jahre alte ersetzte und den neuen Anforderungen gerecht wird. Es ist für 20 Personen konzipiert und kann die stark angewachsene Jugendgruppe nun komplett beherbergen.

Von 1969 bis heute beteiligte sich die Jugendfeuerwehr mit großen Erfolgen an zahlreichen Leistungsnachweisen. 

Wer war von wann bis wann Jugendwart?

1968-1973   Felix-Peter Bäßgen / Heinz-Willi Hönighausen / Rudolf Wasserheß

1973-1978   Josef Krämer

1978             H.W. Hönighausen / H. Bergmann

1978-1991   Norbert Bäßgen / Heiner Hübbers / Thomas Giesen / Frank Berghahn

1991-1993   Frank und Jürgen Berghahn

1994-2001   Frank Berghahn

seit 2002      Markus Strauch, Guido Bäßgen, Alexander Neuenfels

 

Wenn man sich das Aktivenverzeichnis der Löschgruppe Uthweiler betrachtet stellt man fest, dass dreiviertel aller aktiven Löschgruppenmitgliedern durch die Jugendfeuerwehr in die Löschgruppe gekommen sind. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen, da nur in wenigen Fällen Erwachsene in die Feuerwehr eintreten. Man kann daher sagen, dass die Jugendfeuerwehr, nicht nur in Uthweiler, unverzichtbar für die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Mannstärke in den einzelnen Standorten ist.

Es fällt weiterhin auf, dass einige Personen, die in der Jugendfeuerwehr tätig waren, in der nachfolgenden Zeit auch in anderen wichtigen Ämtern aktiv waren oder noch sind. Aus den Reihen der Jugendfeuerwehrleute sind drei Löschgruppenführer, ein Stadtjugendfeuerwehrwart, ein Stadtbrandmeister, zwei stellvertretende Stadtbrandmeister, ein Kreisjugendfeuerwehrwart und ein Kreisbrandmeister hervorgegangen. Daher ist wohl nicht zu bezweifeln, dass die Arbeit in der Jugendfeuerwehr Früchte getragen hat. -

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