Alarmierung

Wie erfährt eine Freiwillige Feuerwehr überhaupt von einem Einsatz ?
Sicher haben sich das schon viele gefragt, wenn ein Feuerwehrfahrzeug an ihnen vorbei fährt.

Ein Einsatz muss natürlich erst einmal gemeldet werden. Dazu haben wir in Deutschland ein bundeseinheitliche Notrufnummer, die 112 .

Wenn Sie also die Feuerwehr oder den Rettungsdienst benötigen, dann heben Sie den Telefonhörer ab und wählen Sie die 112.
Wenn Sie diese Nummer wählen, gelangen Sie zu der Leitstelle, die für den Bereich, in dem Sie sich befinden, zuständig ist. Für das Stadtgebiet Königswinter und den ganzen Rhein-Sieg-Kreis ist dies die Leitstelle in Siegburg.

Warten Sie bis sich die Feuerwehr meldet. (Das kann einige Sekunden dauern, weil z.B. gerade ein anderer Notruf angenommen wird.) 

Folgende Angaben müssen Sie machen ( Die 5 W ):

Was ist passiert? (z.B. Brand einer Wohnung, Verkehrsunfall) 
Wo ist es passiert? (Adresse) 
Wer meldet? (Name, Anschrift oder Telefonnummer) 
Wie viele Personen sind verletzt oder was ist in Gefahr? 
Warten Sie auf Nachfragen des Feuerwehrbeamten!


Nach dem Anruf die Anweisungen des Beamten befolgen. 
Auf der Straße das Eintreffen von Feuerwehr oder Rettungsdienst abwarten und den Weg zeigen. 

Nachdem die Leitstelle nun weiß was wo passiert ist, wird die zuständige Feuerwehr bzw. der Rettungsdienst alarmiert.

Für die Alarmierung stand bis vor etwa 15 bis 20 Jahren nur die Sirene zur Verfügung. Heute sind die meisten Feuerwehren zusätzlich oder ausschließlich mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. In Uthweiler wird mit Sirene und/oder Funkmeldeempfänger alarmiert.
Eine Alarmierung über die Funkmeldeempfänger nennt man auch "stillen Alarm". 

 

Sirenenalarmierung 
 

Sirenen können über Funk durch die Einsatzleitstelle in Siegburg oder durch einen Drehknopf im Feuerwehrhaus ausgelöst werden.

Im Stadtgebiet Königswinter gibt es zur Zeit noch an jedem 3. Samstag im Monat um 12.00 Uhr einen Probealarm, um die Funktionstüchtigkeit der Sirenen zu überprüfen.

Wegen starkem Missbrauch der Druckknopfmelder, die früher oft am oder in der Nähe des Feuerwehrhauses installiert waren und der Tatsache, dass in fast jedem Haushalt Telefon vorhanden ist, sind Druckknopfmelder nur noch sehr selten zu finden. Und dann lösen sie zumeist nur noch „stillen Alarm“ bei der Einsatzleitstelle aus.

 

"Stiller Alarm" über Funkmeldeempfänger

Ein "Stiller Alarm" wird von der Leitstelle über Funk ausgelöst. Dabei wird eine codierte Tonfolge von 5 Tönen gesendet. Diese Tonfolge wird von dem Funkmeldeempfänger ausgewertet und wenn der Code stimmt, löst dieser einen Alarm aus.

Diese Art der Alarmierung hat den Vorteil, dass in der Nacht nicht der ganze Ort geweckt wird und dass verschiedene Einheiten der Feuerwehren oder auch einzelne Personen gezielt alarmiert werden können. Die heute eingesetzten Meldeempfänger verschiedener Fabrikate können 8 und mehr verschiedene Codierungen auswerten.


Nachdem die Feuerwehr Uthweiler alarmiert worden ist, fährt schon nach 2 bis 3 Minuten das erste Fahrzeug zur Einsatzstelle. Je nach Art des Einsatzes ist dies unser Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25), unser Gerätewagen Gefahrgut (GWG) und/oder unser Mannschaftstransportfahrzeug (MTF).
Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit, obwohl sich kein Feuerwehrmann "hauptberuflich" im Feuerwehrhaus Uthweiler aufhält, sondern die Feuerwehrleute erst von zu Hause oder von Ihrer Arbeitsstelle zum Gerätehaus fahren müssen.
Da wir zur Zeit 46 aktive Feuerwehrkameraden haben und viele von Ihnen in der Nähe des Feuerwehrhauses wohnen und arbeiten, ist diese kurze Ausrückzeit immer gewährleistet.
Unser Einsatzgebiet ist relativ groß und umfasst außer Uthweiler noch die Orte Oberpleis, Hartenberg, Weiler, Herresbach, Berghausen, Nonnenberg, Siefen, Dahlhausen, Hüscheid, Sandscheid, Sand, Bennerscheid, Waschpohl, Pützstück, Rübhausen, Eisbach, Frohnhardt, Thelenbitze, Pleiserhohn, Wahlfeld, Niederbuchholz, Jüngsfeld, Elsfeld, Blankenbach und Freckwinkel.
Darüber hinaus helfen wir selbstverständlich auch den benachbarten Löschgruppen, wenn wir dazu alarmiert werden. So z.B. bei Einsätzen auf der Autobahn A3 usw..